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Jean-Paul-Schule

Anschrift / Kontakt

Jean-Paul-Schule
Württemberger Str. 18
34131 Kassel
Tel: +49 (561) 3162061
Fax: +49 (561) 3162063
E-Mail: info@jean-paul-schule.de





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Basisdaten der Schule

Schultyp
Sonstige Förderschule
Schulformangebote
  • Schule/Zweig für emotionale und soziale Entwicklung
  • Schule/Zweig für geistige Entwicklung
  • Schule/Zweig für Lernhilfe
  • Schule/Zweig für Sprachheilförderung
Besondere Einrichtungen
  • Ganztagsschule Profil 3
Voraussetzungen
  • Ohne Voraussetzung
Dienststellennummer
8274
Rechtsstellung
Anerkannte private Ersatzschule
Schulamt
SSA für den Lk. u.d. Stadt Kassel
Schultraeger
Sonstiger Schulträger (Privatschulen)

Schulprofil

„WIR SCHAFFEN BEGEGNUNGEN“

die

JEAN-PAUL-SCHULE Württemberger Str. 18, 34131 Kassel Tel: 0561-3162061 Fax: 0561-3162063 E-Mail: jean-paul-schule-kassel@t-online.de

Die Jean-Paul-Schule ist eine staatlich genehmigte Schule für Erziehungshilfe und Lernhilfe, in der auf Grundlage der Waldorfpädagogik Kinder unterrichtet werden, denen das Lernen oder das Leben in einer Gemeinschaft schwerfällt.

Der Unterricht in kleinen Klassen (10 - 16 Schüler) ermöglicht es den Lehrern, sich jedem einzelnen Schüler in besonderer Weise zuzuwenden und ihm gezielte Hilfen zu geben.

Das Kollegium der Schule arbeitet mit dem Ziel, die Persönlichkeit des Schülers zu stabilisieren, individuelle Entwicklungsbedürfnisse aufzugreifen und die jungen Menschen nach ihren jeweiligen Möglichkeiten zu einer selbständigen Lebensführung zu befähigen .

Die Aufnahme eines Kindes erfolgt nur nach pädagogischen Gesichtspunkten und ist unabhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Eltern.

Träger der Schule ist der Verein Jean-Paul-Schule e.V., der gemeinsam von Eltern, Mitarbeitern und Freunden gebildet wird. Er unterhält auch noch einen integrativen Kindergarten und eine Tagesgruppe für erziehungshilfebedürftige Kinder. Finanziert wird der Schulbetrieb überwiegend aus Zuwendungen des Landes und der Kommunen. Ein Förderverein unterstützt die Schule finanziell.

UNTER - UND MITTELSTUFE

Viele „schwierige Kinder“ haben eine tiefe Sehnsucht nach verläßlichen, haltgebenden menschlichen Begegnungen.Sie suchen nach einer Bezugsperson, die sich ganz auf ihre individuellen Entwicklungswege einläßt. So führt der Klassenlehrer in der Regel seine Klasse vom 1. bis zum 8. Schuljahr und unterrichtet in diesen acht Jahren jeden Morgen seine Schüler in einander abwechselnden mehrwöchigen Epochen in den verschiedenen Stoffgebieten. „Sitzenbleiben“ oder eine Selektion durch Notengebung findet nicht statt. Der Lehrer orientiert sich an dem Lehrplan der Waldorfschule, paßt ihn aber den jeweiligen Möglich-keiten seiner Schüler an:

  • Deutsch, Rechnen, Formenzeichnen ab 1.Klasse,
  • Sachunterricht(Ackerbau, Hausbau, Handwerk) 3.Kl.,
  • Erdkunde, Naturkunde ab 4.Kl.,
  • Geschichte ab 5.Kl.,
  • Naturwissenschaften ab 6.Kl..
  • Hauswirtschaft ab 8. Kl. Große Bedeutung kommt der täglichen Bewegungs- und Sprachschulung zu („rhythmischer Teil“), sowie den künstlerischen Betätigungen in Musik und Malen. So verwandeln sich im Laufe der ersten acht Jahre Formen und Inhalte des Klassenlehrerunterrichts gemäß den Veränderungen der Schüler. Aller Lernstoff dient dabei nicht primär der Wissensvermittlung, sondern vor allem der Entwicklungsförderung der Kinder.

Klassenfahrten und vielfältige Unternehmungen stärken die Klassengemeinschaft. Bei Schulfeiern und bei den Versammlungen aller Schüler und Lehrer zum Wochenanfang und Wochenabschluß wird die ganze Schulgemeinschaft erlebbar.

FACHUNTERRICHT UND THERAPIEN

Gemeinsam mit dem Klassenlehrer finden sich mehrere Fachlehrer zu einem Klassenkollegium zusammen, das in enger Abstimmung die Schüler wahrnehmen und fördern will. Folgende Fächer treten im Laufe der Jahre auf:

  • Handarbeit, Spielturnen(Sport), Religion ab 1.Klasse,
  • Englisch, Eurythmie ab 2.Kl.,
  • Werken ab 5.Kl.,
  • Gartenbau ab 6.Kl.. Darüberhinaus soll den Kindern durch gezielte therapeutische Einzelmaßnahmen geholfen werden, ihre individuellen Schwächen und Störungen auszugleichen oder zu überwinden. Der Schularzt berät mit den Therapeuten und den Lehrern, was das einzelne Kind braucht, sei es Massage, Bewegungstherapie, Musiktherapie, Heileurythmie, Sprachtherapie oder Lese- Rechtschreibförderung.

MITWIRKUNG DER ELTERN

Die Jean-Paul-Schule versteht sich als eine von der Gemeinschaft der Kinder, ihrer Eltern und den Lehrern getragene Schule. Nimmt sie ihren Erziehungsauftrag ernst, muß sie eng mit den Eltern bzw. Erziehungs-berechtigten zusammenarbeiten:

  • in Einzelgesprächen, auch bei Hausbesuchen,
  • auf Klassenelternabenden zur pädagogischen Situa- tion der Klasse,
  • auf klassenübergreifenden Elterntagen zu grundlegen- den pädagogischen Fragen,
  • im Eltern-Lehrer-Kreis,
  • in verschiedenen Arbeitskreisen zur Selbstverwaltung einer „Schule in freier Trägerschaft“,
  • und nicht zuletzt bei der Gestaltung des Schullebens und der Vorbereitung von Schulfesten.

OBERSTUFE

Das Oberstufenkonzept der Jean-Paul-Schule umfaßt in der Regel vier Jahre und hat zum Ziel, die Schüler zur Berufsreife zu führen. Es ist so vielfältig und durchlässig gestaltet, daß auch individuelle Gegebenheiten der Schüler berücksichtigt werden können. Der Klassenlehrer tritt in der Oberstufe stärker zurück, die Unterrichtsepochen werden nun von verschiedenen Lehrern erteilt. Durch enge Zusammenarbeit der Oberstufenlehrer werden die Jugendlichen aber weiterhin sehr persönlich wahrgenommen und angesprochen, um ihnen auch im Durchgang durch die Pubertät Verbindlichkeit und Sicherheit zu vermitteln. Neben die mehr betrachtenden, allgemeinbildenden Fächer treten vor allem im Nachmittagsunterricht in dieser Altersstufe verstärkt praktische Fächer. Die Schüler sollen sich handwerklich auseinandersetzen mit verschiedenen Materialien (Metall, Holz, Stein, Textil) und darüberhinaus Erfahrungen in verschiedenen Arbeitsbereichen machen: Korbflechten, Buchbinden, Kochen / Hauswirtschaft, und Schmieden, Weben, Töpfern, Linoldruck, Fahrrad- werkstatt in größerem Umfang Gartenbau. Bewußt werden auch außerschulische Fachleute wie z.B. Handwerksmeister in diese praktischen Fächer einbezogen, um auf die andere Ansprache in der Berufswelt vorzubereiten. Dazu dienen auch die umfangreichen Praktika:

  • in der Forstwirtschaft,
  • in der Landwirtschaft
  • im sozialen Bereich (Altersheim, Krankenhaus, etc.),
  • in Industrie, Handel oder Handwerksbetrieben. Am Ende der Oberstufenzeit kann bei entsprechender Befähigung der Hauptschul- bzw. Realschulabschluss erworben werden. Schüler die dies nicht erreichen, beenden ihre Schulzeit mit einem Sonderschulabschluss, der jedoch auch qualifiziert gestaltet wird.

KINDERGARTEN

Auf einem großen, nahezu 4.000 qm großen Grundstück mit Obstwiese und Pferdekoppel in Kassel – Kirchditmold steht das kleine Haus des „Jean-Paul-Kindergartens“. Dort verbringen 16 Kinder täglich 4 bis 6 Stunden. Für zwei Kinder mit besonderem Förderbedarf gibt es Integrationsplätze. Der Kindergartenbetrieb orientiert sich stark an den Jahreszeiten, es wird Grabeland gepflegt, Obst geerntet und verarbeitet, es werden Wanderungen zum Waldhof, einem biologisch dynamischen Gärtnerhof unternommen und viel Zeit im Grünen verbracht.

TAGESGRUPPE

In der Konrad-Adenauer-Straße gibt es für zehn Kinder der Jean-Paul-Schule eine Tagesgruppe, wo Kinder bis zur 4. Klasse nach der Schule und in Ferienzeiten betreut werden. Sie machen Hausaufgaben, werden zu Spielen angeleitet und bekommen ein therapeutisches Angebot. Es handelt sich hier um eine Maßnahme nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.


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